Zehn IT-Skills, die du für einen Job in Rechnungswesen, Steuerabteilung oder Controlling mitbringen solltest

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Photo by Caspar Camille Rubin on Unsplash

Auch wenn Du keinen Job in der IT suchst, gibt es IT-Skills die erforderlich oder nützlich sind. Wenn du gerade frisch von der Uni kommst und auf Jobsuche im Bereich Rechnungswesen, Steuern oder Controlling bist, dann kommen hier die IT-Skills du dir schnell aneignen solltest.

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Photo by Ashkan Forouzani on Unsplash

Ja, Linux ist cool, Android und Apple haben die Smartphones erobert und selbst deine Großeltern können dir mittlerweile was zu Windows erzählen. Trotzdem, in den meisten größeren Firmen wird dein Firmen PC vermutlich mit Windows 10 als Betriebssystem laufen.

Nun wird niemand von dir erwarten, dass du PowerShell Kommandos beherrscht oder die Tiefen der Registry dein Zuhause sind. Dein IT-Support würde das auch kaum cool finden. 😈

Aber diese Punkte solltest schon sicher beherrschen:

  • Dateien finden und sortieren
  • Dateien verschieben, kopieren und umbenennen
  • die wichtigsten Windows-typischen Short-Cuts kennen (Strg+C, Strg+V, StrG+X, StrG+N)
  • Informationen über Dateien herausfinden (wie groß, wie alt, von wem zuletzt bearbeitet
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Oft verteufelt und genauso oft geliebt: MS Excel!

Wenn du Excel bisher nur als Tabellen-Schönschreibe-Programm verwendet hast, dann solltest du hier deine Skills unbedingt erweitern.

Was du können musst:

  • Tabellen erstellen und formatieren
  • Formeln erstellen und kopieren
  • Excel-Funktionen (z.B. Wenn, Summe) effizient anwenden
  • Formeln nachverfolgen (z.B. für Fehlersuche)
  • Wissen, was die Dollarzeichen $A$4 in einer Formel bedeuten
  • Druckbereich ändern, Kopf- und Fußzeilen anlegen
  • eine oder mehrere Zeilen und Spalten einfügen und löschen
  • Zell- und Blattschutz festlegen und aufheben
  • Blätter in einer Datei anlegen, löschen und verknüpfen
  • Pivot Tabellen
  • Diagramme

Das alles ist noch keine große Kunst, sondern eher das absolute Minimum. Es gibt tausende Tutorials im Netz, nutze sie!

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Ja, ich weiß, E-Mails haben einen Großteil der Kommunikation ersetzt.

Es stimmt. Da wo wir noch vor 25 Jahren einen Brief geschickt haben, ballern wir jetzt fix eine E-Mail in die Welt.

Aber du wirst schneller als du denkst Word benutzen müssen. Spätestens wenn du die nachfolgenden Worte hörst, wirst du an mich denken.

“Dann schreiben Sie dazu bitte das Protokoll!”

“Ich erwarte dann Ihren Vermerk, Danke!”

Jetzt muss du Prosa schreiben und immer noch ist das gute alte Word ziemlich gut dafür geeignet.

Das solltest du können:

  • Texte schreiben — klar 😄
  • Wissen, wann es besser ist Enter (Zeilenumbruch) zu drücken und wann ein Shift + Enter (weicher Zeilenumbruch) besser geeignet ist.
  • Formatieren von Text (Schriftgröße, Schriftart, unterstrichen)
  • Aufzählungen und Gliederungen festlegen und verwenden
  • Inhaltsverzeichnis erzeugen lassen
  • Bereichs- und Seitenumbrüche benutzen
  • Seiten einrichten (Quer- und Hochformat, Blattgröße)
  • Tabulatoren sicher verwenden (ja es gibt auch Dezimaltabulatoren)
  • Spalten anlegen
  • Vorlagen nutzen
  • Tabellen anlegen und verändern
  • Excel einbinden
  • Silbentrennung ein und ausstellen
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Outlook ist viel mächtiger als die Meisten glauben und wissen.

Zumindest die Basics sollten dennoch sitzen.

Das sind:

  • E-Mails erstellen, schreiben, lesen, antworten, allen antworten, weiterleiten
  • Anhänge verschicken und öffnen
  • Kalender pflegen und freigeben
  • Aufgaben anlegen
  • Termine/Besprechungen vorschlagen, ändern, annehmen und ablehnen
  • Regeln zur automatischen Benachrichtigung und Weiterleitung anlegen
  • Abwesenheitsassistenten einrichten
  • Such von E-Mails
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Photo by Carlos Muza on Unsplash

Es handelt sich hierbei um Tools zum Datenimport, zur Datenanalyse und Datenvisualisierung.

Und klar ist, wir haben in allen Bereichen mit immer größeren Datenmengen zu tun. Wann immer du also größere Datenmengen auswerten musst, Daten aus verschiedenen Quellen verknüpfen willst oder Datenautomatisierung brauchst, diese Tools werden dir weiterhelfen.

Power Pivot und Power Query sind in den neuesten Versionen von Excel tief integriert und finden sich auch in der Power Apps Plattform und in Power BI.

Microsoft hat mit diesen Tools noch Großes vor und wird sie in den nächsten Jahren stark pushen.

Suche dir Tutorials im Netz und spiele ein wenig herum, lade dir Power BI Desktop herunter und probiere es aus. Es macht durchaus Spass. Übrigens, kannst du auch R und/oder Python einbinden.

Natürlich gibt es, wie bei den meisten Programmen, gute Alternativen. Alteryx oder Tableau schaden in deinem persönlichen Skill-Werkzeugkoffer ebenfalls nicht.

😝 Yep, ich hasse VBA und hoffe jedes Jahr, das Microsoft Visual Basics for Applications bald einstampft.

Die Frage: “Wann wird es eingestampft und was ist der Nachfolger?”, geistert allerdings seit über 15 Jahren im Netz herum und VBA ist wirklich keine moderne Programmiersprache. Außerdem besteht bei IT-Fachleuten seit Jahren die Furcht vor Angriffen mit VBA. Die Frage nach dem Ende dieses Wirren Misthaufens ist also mehr als begründet.

Allerdings laufen noch Millionen wichtige und komplexe Anwendungen in vielen Firmen auf Basis von VBA und immer wieder sehe ich neue komplexe Anwendungen entstehen, die hart auf VBA-Makros basieren.

Durch die tiefe Integration in Word und Excel und der Möglichkeit weitgehend mit Windows zu interagieren ist VBA daher immer noch eine Möglichkeit um “quick and dirty” große Datenmengen zu verarbeiten. Im betrieblichen Umfeld kommt hinzu, dass VBA oft auch die einzige Möglichkeit — außerhalb von IT-Abteilungen —ist, um überhaupt programmieren zu können und individuelle Anwendungen portabel zu machen.

Ich würde VBA dennoch nicht tief auf Vorrat lernen, anders als Power BI. Aber ich würde dir trotzdem raten, dass du dich mit VBA ein wenig beschäftigst und wenigstens VBA-Makro-Code lesen und anpassen kannst.

Beschäftige dich, wenn du es musst, vor allem mit Datentypen, insbesondere dem Datentyp “Variant”, denn dieser ist oftmals Wurzel allen Übels, wenn dir ein Makro gegen die Wand fährt.

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Photo by Roozbeh Eslami on Unsplash

Mit VBA hatten wir das Thema Programmiersprachen ja schon angesprochen.

Ich führe Programmiersprachen hier auf, weil immer wieder behauptet wird, heutzutage sollte jeder programmieren können.

Obwohl ich es kann, bin ich anderer Meinung. Es ist jedenfalls nicht notwendig, in der Regel nicht sicher und auch ineffizient, nebenbei komplexe Tools selbst programmieren zu wollen.

Genauso wie du in deinem Bereich Spezialist werden willst, gibt es genug Spezialisten für den Bereich der Programmierung.

Allerdings, wie das Beispiel VBA oben zeigt, kann es mitunter sehr hilfreich sein, a) ein Verständnis für Programmierung zu haben und b) sich mit der ein oder anderen Programmiersprache helfen zu können.

Denn Python, R, Julia sind beispielsweise Programmiersprachen, die häufig zur Datenanalyse genutzt werden und dir doch mal begegnen könnten.

JavaScript, obwohl eigentlich eine Sprache fürs Web, findet sich auch mittlerweile an vielen Stellen.

In PowerBi hat Microsoft DAX und M integriert, wobei DAX eher eine Funktionssammlung als eine Programmiersprache ist. Du kannst aber hier auch R und Python einbinden.

Wenn du jetzt also programmieren lernen willst, dann fange jetzt bitte nicht an, alle hier genannten Sprachen ein bisschen anzulesen. Das ist Unsinn. Ich bin der Meinung, es ist fast egal, mit welcher Programmiersprache man beginnt und welche man kann. Viel wichtiger ist es, sich überhaupt mit einer Programmiersprache beschäftigt zu haben und diese dann auch etwas tiefer zu durchdringen.

Dies stärkt dein Verständnis für den abstrakten Umgang mit Daten, trainiert dir bestimmte Herangehensweisen an Probleme an und steigert die Kompetenz und das Verständnis in Projekten mit IT-lern.

Wenn du in einem größeren Unternehmen beginnst, ist es wahrscheinlich, dass SAP mit den Modulen FI und CO im Einsatz ist. Ob nun SAP R/3 oder SAP S/4HANA verwendet wird, nutzt dein künftiger Arbeitgeber SAP, solltest du zusehen, dass du schnell die folgenden Skills drauf hast.

  • Bilanzen anzeigen lassen
  • Bilanzen exportieren in Excel
  • Konten anzeigen lassen und in Excel exportieren
  • Lay-Out von Konten und Bilanzen anpassen
  • Filtern und Sortieren
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Photo by NeONBRAND on Unsplash

Früher oder später wirst du etwas präsentieren oder eine Präsentation mit vorbereiten müssen. Und obgleich wir alle schon mit übelsten Power Point Vorträgen gequält wurden, obwohl wir alle wissen, dass Power Point oft nicht das Mittel der Wahl ist, wird es doch immer und immer wieder verlangt.

Übe also mit Power Point effizient Folien zu gestalten. Das ist überhaupt der wichtigste Punkt! Halte dich nicht zu sehr mit Power Point auf. Es darf dir nicht die Zeit stehlen, eine Folie zu gestalten, sondern es soll dir helfen, deine Botschaft rüber zu bringen.

In den letzten Monaten ist MS Teams zum Standardprogramm für Online-Konferenzen, Online-Zusammenarbeit und Team-Organisation geworden.

Chatten, Präsentieren, Bildschirme teilen, Steuerung übergeben, Dateien versenden, telefonieren … die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt und viele Firmen aktuelle noch am probieren, wie MS Teams am besten in die eigenen Abläufe integriert werden kann.

Mache dich schnell auch mit diesem Tool vertraut, wenn dein Arbeitgeber es nutzt. Vielleicht wird wegen Covid-19 ja sogar dein Job-Interview per Teams abgehalten.

Tax consultant and IT-Nerd

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